Special: Fragen zur Gesundheit

Gibt es Probleme im Zusammenhang mit der sanften Haut der Babys und dem Chlor im Wasser?
Wir behaupten nein. Chlor ist besser als sein Ruf. Uns wurde seitens der Eltern kein einziger konkreter Fall gemeldet, wo Chlor Probleme ausgelöst hat. Es kann sich sogar auf manche Hauterkrankungen günstig auswirken, weil Chlor ganz leicht austrocknet. Auch bei Babys mit Neurodermitis konnte ich keine Verschlechterung beobachten.

(Eigentlich ist es eine verrückte Sache mit dem Chlor. Dank Chlor oder Ozon können wir in Hallen- und Freibädern schwimmen und trotzdem hat Chlor einen schlechten Ruf. Je mehr Keime, desto mehr Chlor ist nötig. Chlor legt Keime lahm, die uns sonst krankmachen würden. Unseren Beitrag zu chlorarmem Wasser leisten wir, indem wir uns vor dem Schwimmen gründlich mit Seife waschen, denn die meisten Keime kommen von uns selbst.)


Kann Hallenbadluft zur Entwicklung von Asthma beitragen? 
Laut einer belgischen Studie aus dem Jahr 2002 können möglicherweise Reaktionsprodukte des Chlors bei Risikogruppen zur Entwicklung von Asthma beitragen. Vor allem Trichloramin, ein Reaktionsprodukt aus Chlor und dem von Badegästen eingetragenem Harnstoff, ist als asthmaauslösende Substanz in Verdacht geraten. Ob tatsächlich eine Schadwirkung auf das Lungenepithel im frühkindlichen Stadium ausgeht und diese zu Asthma führt, kann auf Grund fehlender Daten zur Wirkschwelle von Trichloramin noch nicht abschließend beurteilt werden. Besorgten Eltern von Kindern unter zwei Jahren, in deren Familien gehäuft Allergien auftreten, empfiehlt das deutsche Umweltbundesamt (UBA), aus Vorsorgegründen vom Babyschwimmen abzusehen, bis geklärt ist, ob sich der Verdacht bestätigt. Alle anderen Kinder und Erwachsene können Schwimmbäder mit einer Wasseraufbereitung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik weiter ohne Bedenken nutzen.