Unser Markenzeichen: Baby First!

Was ist der Kern von BABY FIRST!® ?

Im Prinzip geht es um das kompromisslose Einfühlen in die Welt des Kindes:
Babys sind im Vergleich zu uns Erwachsenen noch in der Einheit – im Nichtdualismus. Es geht ihnen weder ums Können noch ums Nichtkönnen. Sie kennen weder Leistung noch Versagen. Weder Erfolg noch Misserfolg einer Handlung. Sie spielen! Sie befühlen etwas. Es ist ein wertfreies Wahrnehmen der Umgebung oder einer Sache. Sie erkunden und machen dabei ständig Erfahrungen – anstrengungslos.

Wir Erwachsene leben im Dualismus. Unser Denksystem sagt uns, es gibt etwas zu erreichen; es geht um etwas. Im Vergleich zum Baby haben wir eine sehr eingeschränkte Perspektive – die brauchen wir zwar fürs Überleben – aber dennoch hat uns das Baby etwas voraus: es ist im Zustand des Seins. Es ist nicht glücklich durch: „Das ist mir gelungen!“. Das Baby ist unabhängig davon in seiner Fülle. Natürlich schreit das Baby und erlebt Gefühle des Unwohlseins – aber nicht auf der Ebene Gelingen-Nichtgelingen. Später wandelt sich das.

Nun kann man das Babyschwimmen aufs Gelingen ausrichten. Man zeigt dem Baby, wie etwas funktioniert, animiert das Baby zum Nachmachen und lobt es dann im Sinne von „gut gemacht“, „richtig gemacht“, „Ziel erreicht“. Manche nennen das „gezielte Frühförderung“. Aber ist es wirklich dem Baby dienlich? Ist es der geeignete Umgang mit einem Baby? Ich sehe in dieser Art mehr eine „einschränkende Konditionierung“, weil die eingeschränkte Perspektive des Erwachsenen über die uneingeschränkte des Babys gelegt wird. Man holt das Baby aus der Einheit heraus – im Grunde genommen, stört man sogar das Baby in seiner Entfaltung. Es lernt, sich auf das Lob (selektive, bedingte Zuwendung) auszurichten. Das Kind soll etwas können/lernen und wenn es das tut, bekommt es mehr Aufmerksamkeit als wenn es einfach ist oder einfach staunt oder einfach spielt.

Ein Kind will in all seinen Aspekten und in all seiner Ganzheit wahrgenommen werden. Deshalb richten wir unser Babyschwimmen nicht auf das Gelingen aus, sondern aufs Sein. Beim Einsatz von Spielzeug und Spielen kommt es auf die Haltung an. Ich biete dem Baby etwas an und lasse meine Ideen von der Funktion des Spielzeuges im gleichen Moment los. Nun kann das Kind einfach erkunden und entdecken und ich begleite es mitfühlend, präsent, anwesend, eventuell mitspielend.  Man lässt sich ganz auf das Kind und dessen Befinden ein und versucht die Welt aus den Augen des Kindes zu sehen und wird so zum „Diener“ des Kindes. Wir Leiterinnen kreieren den Rahmen, den Raum – eine friedliche und wohlwollende Atmosphäre, worin sich das Baby entfalten kann. Mehr braucht es nicht. Wenn man das Sein zulässt, entsteht das Werden von allein.

Zum grossen Glück haben wir in Zürich und Winterthur und auch im Hotel Schweizerhof die Ideal-Temperatur von 34 Grad, die uns diese spielerische Art erlaubt.



Das ist Babyschwimmen! - Unsere Philosophie

Wasser faszininiert Kinder
Besonders die ganz Kleinen sind hier in ihrem Element. Ungehindert geniessen sie ihre Lust an der Bewegung im tragenden Wasser: Frei strampeln, sich treiben lassen und den sicheren Halt der Eltern spüren - ein sichtliches Vergnügen!
Für Eltern sind das sehr schöne Momente, diese Freude mitzuerleben und sich während dieser Zeit mit ungeteilter Aufmerksamkeit ganz auf das Kind einzulassen.

Für das Kind ist Baden im grossen Becken quasi die Fortsetzung der Badewanne. Dort hat es entdeckt, wie Wasser schmeckt, wie es sich anfühlt, wie man spritzen kann usw. Und jetzt geht die Entdeckungsreise weiter: Auftrieb, Schwerelosigkeit und eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten kommen hinzu.

Die Kinder sollen reichlich Gelegenheit bekommen, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Und auch den Eltern soll Raum und Zeit gegeben sein, sich kennenzulernen.


Wir wollen mit diesem Kurs auch ein bisschen eine Ruheinsel schaffen im hektischen Hin und Her der Zeit. Nicht das Machen, das Ziel stehen im Vordergrund, sondern das SEIN. Das SEIN und (Ver)WEILEN im Wasser. Spielerisch, neugierig und phantasievoll. Während der zwanzigjährigen Arbeit im Wasser mit Babys habe ich viel gelernt. Vor allem von den Babys. Zum Beispiel, dass Babys - ganz im Gegensatz zu uns Erwachsenen - mit ihrem Empfinden und ihrer Wahrnehmung immer im JETZT sind. Ich glaube, dass darin auch ein Stück des Geheimnisses liegt, warum wir Erwachsenen von Babys so fasziniert sind. 

 

PS: Richtigerweise müssten wir zu unserem Babyschwimmen „Babybaden“ sagen, weil die Babys erstens sowieso nicht schwimmen und zweitens, unsere Art kein zielgerichteter Sport ist. Wir haben uns aber vor vielen Jahren dazu entschlossen, beim „Babyschwimmen“ zu bleiben, weil es die gebräuchliche Bezeichnung ist.


Copyright: Kristina Pfister